Sehnenverletzungen der Hand
Präzise operative Rekonstruktion von Sehnenrissen und -verletzungen an Hand und Unterarm – für eine vollständige Funktionswiederherstellung. Fachkundig und individuell.
Termin vereinbarenArten von Sehnenverletzungen
Sehnenverletzungen an der Hand sind häufige Verletzungen, die durch Schnittwunden, Stichverletzungen, Quetschungen oder Ausrisse entstehen können. Man unterscheidet Beugesehnenverletzungen (Palmenseite der Hand/Finger) und Strecksehnenläsionen (Handrücken/Fingerrücken).
Häufige Verletzungsformen: Vollständige Durchtrennung (Ruptur), partielle Durchtrennung sowie knöcherne Ausrisse (Abriss der Sehne am Knochenansatz). Beugesehnenverletzungen in der Zone II („No Man’s Land“) sind technisch besonders anspruchsvoll.
Symptome & Sofortmaßnahmen
Eine Sehnenverletzung zeigt sich durch den Verlust der aktiven Beuge- oder Streckmöglichkeit des betroffenen Fingers. Bei vollständiger Ruptur fehlt die aktive Funktion vollständig. Oft liegt eine Wunde vor, die den Verdacht sofort begründet.
Bei Verdacht auf eine Sehnenverletzung sollte umgehend ein Handchirurg aufgesucht werden. Je frischer die Verletzung, desto besser sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rekonstruktion. Idealerweise erfolgt die Operation innerhalb von 12–24 Stunden.
Operative Sehnenrekonstruktion
Die primäre Sehnennaht ist das Verfahren der Wahl bei frischen Verletzungen: Die durchtrennten Sehnenenden werden mit speziellen Nahttechniken (z.B. Kessler-Naht, Kirchmayr-Naht) präzise readaptiert. Die Naht wird durch eine periphere Epitendinnaht verstärkt.
Bei alten Verletzungen mit Sehnenretraktion oder Substanzverlust ist eine Sehnentransplantation notwendig: Ein Sehnentransplantat aus dem Unterarm (M. palmaris longus) oder Fuß (M. plantaris) wird als Ersatz eingenäht. Mehrzeitige Rekonstruktionen über Silikonstäbe sind bei komplexen Verletzungen möglich.
Strecksehnenrupturen können je nach Lokalisation durch Direktnaht, Kapselraffung oder Arthrodese versorgt werden. Der „Knopflochknopf-Defekt“ und der „Hammerfinger“ erfordern spezifische Techniken.
Nachsorge & Physiotherapie
Nach der Sehnennaht beginnt eine kontrollierte Mobilisation nach festgelegten Protokollen (Kleinert, Duran). Spezielle Schienenkonzepte schützen die Naht, ermöglichen aber gleichzeitig eine frühfunktionelle Übung. Dies reduziert Verwachsungen und sichert das Gleitverhalten der Sehne.
Die Rehabilitation dauert 3–6 Monate. Physiotherapie und Ergotherapie sind essenziell für ein optimales Ergebnis. Volle Belastbarkeit wird nach 3–6 Monaten erreicht – je nach Verletzungstyp und Rehabilitation.
Auf einen Blick
Alle wichtigen Eckdaten zu Sehnenverletzungen
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