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Dupuytrensche Erkrankung

Praxis Khadra · Handchirurgie

Dupuytrensche Erkrankung

Operative Behandlung der Dupuytrenschen Kontraktur – Wiederherstellung der Fingerstreckfähigkeit durch fachkundige Handchirurgie. Ambulant und individuell.

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Was ist die Dupuytrensche Erkrankung?

Die Dupuytrensche Erkrankung (Morbus Dupuytren) ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hohlhand, bei der sich Stränge aus fibrotischem Gewebe in der Palmarfaszie bilden. Diese ziehen die Finger – meist Klein- und Ringfinger – in eine Beugestellung, die sich nicht mehr aktiv strecken lässt.

Die Erkrankung tritt häufiger bei Männern über 50 auf und hat eine genetische Komponente (nordeuropäische Abstammung). Risikofaktoren sind Alkoholkonsum, Diabetes mellitus und Epilepsie. Der Verlauf ist chronisch progressiv.

Symptome & Stadien

Im Frühstadium fällt eine Verhärtung der Hohlhand auf (Knoten/Strang), oft ohne Beugekontraktur. Im Verlauf kommt es zur zunehmenden Streckbehinderung einzelner Finger, was alltägliche Tätigkeiten wie Händeschütteln, Handschuhe anziehen oder flaches Auflegen der Hand erschwert.

Die Einteilung erfolgt nach dem Tubiana-Schema (Stadium 0–4) anhand des Beugekontrakturausmaßes. Ab Stadium II (> 30° Gesamtbeugung) ist eine operative Behandlung empfehlenswert.

Operative Therapie

Die chirurgische Fasziektomie ist die Standardtherapie: Das fibrotische Gewebe wird unter Vollsicht entfernt. Je nach Befund wählen wir zwischen partieller Fasziektomie (Entfernung der erkrankten Stränge), offener Palm-Technik oder Z-Plastik zur Hautdeckung.

Bei frühen Stadien (I–II) ist auch die minimal-invasive Nadelfasziotomie möglich: Mit einer feinen Nadel werden die Stränge perkutan durchtrennt – ambulant, ohne Schnitt und mit sehr kurzer Ausfallzeit. Allerdings ist die Rückfallrate höher als bei der Fasziektomie.

Alle Eingriffe erfolgen in Plexusanästhesie oder Vollnarkose. Postoperativ beginnt zeitnah die Ergotherapie, die maßgeblich zum Behandlungserfolg beiträgt.

Nachsorge & Ergotherapie

Nach der Operation ist eine intensive Ergotherapie essenziell: Spezielle Schienen (Lagerungsorthesen) halten die Finger in Streckstellung und verhindern das Wiederauftreten der Kontraktur. Die Ergo therapie umfasst Narbenbehandlung, Bewegungsübungen und Ödemkontrolle.

Die Rehabilitation dauert in der Regel 3–6 Monate. Die meisten Patienten erreichen eine deutliche Verbesserung der Fingerstreckung und Lebensqualität. Regelmäßige Kontrollen sichern das Ergebnis langfristig.

Auf einen Blick

Alle wichtigen Eckdaten zur Dupuytren-Behandlung

Behandlungsart
Ambulant / Chirurgisch
Narkose
Plexus / Vollnarkose
Dauer
45 – 90 Minuten
Klinikaufenthalt
Meist ambulant
Reha
3 – 6 Monate
Ergotherapie
Essenziell & inklusive

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